Pressestimmen
zum Umweltpreis 2000 der Stadt Erftstadt an die Umwelt-AG des Gymnasiums

 

Erftstadtanzeiger vom 2.1.2002
Kölner Stadtanzeiger vom 19.12.2001
 

umweltpreis2001a.jpg (121587 Byte) Quelle:Erftstadtanzeiger vom 2.1.2002, Foto Schweiger

Erftstadt vergab den „Kleinen Umweltpreis 2000" an Schüler

Pfiffige Aktionen zum Thema Umwelt

Erftstadt‑Liblar (ps). „Es sollte noch viel mehr in Sachen Umwelt getan werden", meint die zehnjährige Katharina Teuber und der elfjährige Florian Becker stimmt ihr zu: „deshalb interessiere ich mich auch sehr für die Umwelt".

Die Beiden sind die jüngsten Teilnehmer der insgesamt 30­köpfigen Gruppe der Umwelt AG des Gymnasiums Lechenich, die den ersten Platz beim „Kleinen Umweltpreis" belegten. Bürgermeister Ernst ­Dieter Bösche überreichte ihnen den Preis im Rathaus. Ausschlag gebend war die an die Wetterstation des Gymnasiums gekoppelte Photovoltaikanlage. „Von der Errichtung im März 1999 bis Ende 2001 haben wir in der AG wöchentlich die Daten zusammengefasst und veröffentlichen sie regelmäßig im Internet", erklärt Projektleiter Peter Bastgen, „so konnten wir in rund zwei Jahren mit der Anlage bereits über 2400 Kilo­wattstunden Strom produzieren".

Doch nicht nur für die um­weltfreundliche Erzeugung von Strom wurde die Umwelt-AG, die Mitglieder von der fünf­ten bis zur 13.Klasse hat, ausgezeichnet. Das Kiss‑Projekt („kids sparen Strom") brachte der Schule insgesamt rund 50.000 Mark ein. „Aus diesen

Einsparungen können wir dann wiederum Schülerübungsgeräte kaufen oder Ausflüge in Umweltzentren organisieren", freut sich Peter Bastgen. Von den 400 Mark Preisgeld für den Umweltpreis möchte die AG ein Photovoltaik‑Modul anzahlen.

Der zweite Preis ging an zwei Aktionen. Der Liblarer Kindergarten Willy‑Brandt‑Strasse hat sich intensiv mit dem Thema „Abfall" beschäftigt, wobei dem Stadtrat für die Preisvergabe wichtig war, dass die Aktivitäten der Kinder weit über die „alltägliche Kindergartenarbeit“ hinaus gingen.

So schauten sich die Kinder; in einen Lebensmittelladen; das Problem Verpackungsmüll an praktischen Beispielen an! und sammelten selber Müll, ein. Gleichberechtigter zweiter Preisträger wurde der ASB‑Kin­dergarten „Regenbogen" aus, Kierdorf. Hier wurden auf dem Außengelände des Kindergartens eine Weidenhütte und ein Hochbeet errichtet. Dort pflanzen die Kinder selbst Obst und Gemüse an. Der dritte Preis wurde der Naturschutzjugend (NAJU) Erftstadt für ihre langjährigen Aktivitäten zuge­sprochen. Eulenbeobachtung stand dabei genauso auf dem Arbeitsplan wie der Bau von Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse.

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umweltpreis2001b.jpg (171446 Byte) Quelle KStA vom 19.12.2001, Foto : DIANE KLOMFAHS

 

Mit moderner Technik viel Geld gespart

Erftstädter Umweltpreise vergeben

 

Das Vorzeige‑Projekt des Siegers ist eine Wetterstation, die mit einer Fotovoltaik‑Anlage auf dem Dach des Lechenicher Gymnasiums gekoppelt ist.

VON DIANE KLOMFAHS

Erftstadt ‑ Lang ist die Liste der Projekte, für die die Schüler des Lechenicher Gymnasiums mit dem 1. Preis im Rahmen des „Kleinen Umweltpreises" ausgezeichnet wurden. Sie umfasst Projekte zur Energieeinsparung, Müllvermeidung und eine eigene Wetterstation mit Fotovoltaik‑Anlage. Die Fotovoltaik‑Anlage für Solarstrom wurde von einer Schüler‑Arbeitsgruppe geplant und gemeinsam mit einer Fachfirma installiert. Damit wurden in den letzten zwei Jahren mehr als 2400 Kilowattstunden abgas‑ und schadstofffreiem Strom produziert. „Aus den empirischen Daten der Wetterstation können Aufgaben für die Mathematik, Informatik, Geografie oder Physik entwickelt werden, damit der Unterricht für die Schüler praxisnäher wird", erläuterte der Leiter der Umwelt AG, Peter Bastgen. Für die Einsparungen aus dem Projekt „Kinder sparen Strom" (kurz: KISS) von 70 000 Mark in zwei Jahren lobte Bürgermeister Ernst‑Dieter Bösche die Kinder bei der Preisübergabe besonders. In jeder Klasse gibt es zwei Energie‑Beauftragte, die sich um Licht, Heizung oder die Belüftung der Räume kümmern. „Die Kleinen wachsen über sich hinaus. Es gibt mehr Wünsche, Energieberater zu werden, als wir Plätze haben", berichtete Peter Bastgen stolz. Denn es lohne sich für die kleinen Experten. Sie hätten eine angesehene Sonderstellung und dürften an den Besprechungen auch dann teilnehmen, wenn die anderen Unterricht haben. Zudem gibt es Fahrten, wie kürzlich zum Umweltzentrum in Leverkusen. Von den eingesparten 70 000 Mark erhält das Schulzentrum 50 000 Mark. Das Geld soll für Ge­räte im Bereich regenerativer Energien, neue Brennstoffzellen‑Technik und die Schulung der Energie-Beauftragten verwendet werden. Das Gymnasium plant, auch beim Thema Abfall stärker auf die Umwelt zu achten. Die 10 jährige Katharina, die neu in der Umwelt AG ist, erzählt: „Meine Eltern nehmen zur Arbeit Brot‑Dosen mit. Statt Trinkpäckchen verwenden wir Glasflaschen für die Getränke." Der zweite Preis wurde gleich zweimal vergeben. Der Liblarer Kindergarten Willy‑Brandt‑Straße erhielt die Auszeichnung für seine Aktivitäten im Bereich Abfallvermeidung. Der ASB‑Kindergarten Regenbogen in Kierdorf wurde für die Neugestaltung des Außengeländes mit einer Weidenhütte und einem Hochbeet, in dem Zwiebeln und Radieschen wachsen, ausgezeichnet. Der Naturschutzjugend wurde der dritte Preis für ihre langjährigen Aktivitäten zugesprochen. Dazu zählen der Bau von Nistplätzen. Nächstes Jahr sollen mit dem „Zukunftspreis" Initiativen für Umweltprojekte im Bereich Lokale Agenda 21 gefördert werden.

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