Presseberichte: Kölnische Rundschau, 29.9.2001

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Schulen in Erftstadt sparen 120 000 Mark an Heiz- und Stromkosten

KISS macht sich bezahlt 

Von Wolf Mocken

 Erftstadt. Kaum zu glauben, aber amtlich: Die Realschule und das Gymnasium in Lechenich haben in den beiden letzten Jahren rund 61300 Mark an Heizernergie und etwas mehr als 11 500 Mark an Stromkosten gespart. Wie die beiden „Energieminister" Peter Bastgen vom Gymnasium und Martin Limbach von der Realschule betonen, ist dies allein durch eine Einstellungsveränderung und bewussteres Verhalten der Schülerinnen und Schüler erreicht worden nach der Devise: Heizung 'runter, Türen zu, Fenster dicht, Licht aus. Damit wurde und wird der Name des vom Land initiierten Programms „Kinder sparen Strom (KISS)" in Lechenich wörtlich genommen.

Den zweiten Platz auf der Ergebnisliste, die am Donnerstag vom Umweltausschuss zur Kenntnis genommen wurde, belegt die Don-Bosco-Schule in Friesheim mit Einsparungen von knapp 20 000 Mark. Rund 5000 Mark weniger an Strom und Heizenergie verbraucht haben die Erich‑Kästner­-Schule in Bliesheim, die Grundschule in Gymnich und das Ville-Gymnasium in Liblar. In der Theodor‑Heuss‑Schule in Liblar wurde etwa 24 000 Kilowattstunden im Wert von 3600 Mark weniger verbraucht.

30 Prozent zur freien Verfügung

Umgekehrt war die Situation in der Lechenicher Nordschule, der Stromverbrauch blieb gleich, die Heizkoten reduzierten sich um 2500 Mark. Auf einer Urkunde, die Beigeordneter Volker Erner und die Ausschuss‑Vorsitzenden Carla Neisse-Hommelsheim an die jeweiligen Projektverantwortlichen der Schulen überreichte, waren diese Zahlen vermerkt.

KISS lohnt sich: 30 Prozent der Einsparungen erhalten die Schulen zur freien Verfügung, sie können sich je nach Anteil große oder kleine Wünsche erfüllen. 40 Prozent werden an den Eigenbetrieb Immobilien­wirtschaft überwiesen, der da­von kleininvestive Maßnahmen wie Thermostate, Thermometer, Reparaturen an schlecht schließenden Türen und Fenstern und ähnliches finanziert. Die restlichen 30 Prozent sollen helfen, den Haushalt zu konsolidieren.

Energieeinsparungen großen Stils erwartet der Eigenbe­trieb Immobilienwirtschaft in nächster Zeit, so Betriebsleiter Ludger Risthaus. 620 000 Mark sind in neue Heizungen, Steuertechniken und ähnliches gesteckt worden. Der Effekt: In fünf Jahren machen sich diese Investitionen bezahlt und garantieren in den darauf folgenden Jahren Kostenminderungen in ähnlicher Höhe.

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